Unterwegs auf Adenauers Spuren

Junge Union unternahm Bildungsfahrt nach Bonn

Zwischen Verteidigungsministerium und Adenauers Rosengarten: Die Junge Union Minden-Lübbecke hat sich gemeinsam mit dem Kreisverband aus Lippe zu einer sicherheitspolitischen Bildungsfahrt in die ehemalige Hauptstadt Bonn begeben.

Die zweitägige Reise erfolgte in Kooperation mit der Bundeswehr über den heimischen Jugendoffizier. Erster Standort  war deshalb auch das Verteidigungsministerium auf der Hardthöhe. Eines der dort diskutierten Themen war die Frage nach einer europäischen Verteidigungspolitik. "Viele nachvollziehbare Argumente sprechen für die Idee", fasst der Minden-Lübbecker JU-Kreisvorsitzende Jonas Horstmann aus Porta Westfalica die Diskussion zusammen. So könnten sich einzelne Länder auf bestimmte Bereiche wie Marine oder Luftwaffe konzentrieren und spezialisieren. "Aber die konkrete Umsetzung erscheint doch sehr schwierig, weshalb die Idee zum aktuellen Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich ist", sagt Horstmann mit Blick auf die Aussagen der Bundeswehrsoldaten.
Sicherheit war das bestimmende Thema der Bildungsfahrt und tauchte auch bei den anderen Programmpunkten wie dem Besuch des ehemaligen Regierungsbunkers, des Hauses der Geschichte und auch des ehemaligen Wohnhauses von Konrad Adenauer auf. Hoch oben über Bad Honnef lebte der erste Bundeskanzler zum Zeitpunkt seines Todes. Noch heute treffen sich seine Nachfahren auf dessen Wunsch hin einmal im Jahr an Weihnachten in dem Haus. Das meiste ist heute noch genauso wie früher. Eine Ausnahme bildet die Skulptur von Adenauer und dem dem damaligen französischen Präsidenten de Gaulle im Rosengarten. "Die deutsch-französische Freundschaft ist aus heutiger Sicht wahrscheinlich einer der größten Erfolge Adenauers", findet die stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Theresa Budde aus Preußisch Oldendorf. Viele Gegenstände im Adenauer-Haus erinnern an einige weitere befreundete Kollegen des Rheinländers. "Den beiden großen Staatsmännern Adenauer und de Gaulle gelang es wenige Jahre nach dem Krieg, dass aus einstigen Feinden Freunde wurden und legten so den Grundstein für die Europäische Union. Umso passender ist es, dass uns eine gebürtige Französin durch das Adenauer-Haus geführt hat." Die Dialogbereitschaft Adenauers nimmt auch die Junge Union als Fazit ihrer Fahrt mit. "Sicherheit fängt mit Dialog an", meint JU-Kreisgeschäftsführer Florian Hemann aus Espelkamp. "Adenauer lehrt uns, dass es für Sicherheit nicht zuletzt neben einer starken Bundeswehr Verständigung und Weitsicht braucht."
Jonas Horstmann möchte passend dazu abschließend auch die gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr nicht unerwähnt lassen: "Die Jugendoffiziere leisten sowohl vor Ort in Schulen aber auch auf solchen Fahrten sehr gute Arbeit in der sicherheitspolitischen Bildung. Leider mussten wir jedoch hören, dass der Posten innerhalb der Wehr nicht die Stellung inne hat, die er eigentlich verdient. Und auch nicht jede Schule weiß von den Möglichkeiten, dass sie Jugendoffiziere für Seminare einladen können."

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