Viele Fragen und großes Lob

Bianca Winkelmann traf Schüler Union Minden-Lübbecke

An möglichen Gesprächsthemen mangelte es ganz und gar nicht, als die Schüler Union Minden-Lübbecke sich nun mit der örtlichen Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann getroffen hat.

Wie sie zur Politik kam, wollten die Anwesenden unter anderem von der Christdemokratin wissen. Oder welche Vorbilder sie habe. Und wie sie über die Kastration von Ferkeln denke, um nur drei Beispiele zu nennen.

Doch zuvor begann die Politikerin mit einem Lob: "Es ist ein tolles Zeichen für die CDU im Mühlenkreis, dass Ihr Euch gegründet habt und Euch in so jungen Jahren schon in dieser Form engagiert", sagte Winkelmann und bezog sich damit auf die Gründung der SU Minden-Lübbecke vor ein paar Monaten. Vorsitzender der Gruppe ist seitdem der Bad Oeynhauser Leander Brand.

Politisch interessiert sei sie eigentlich immer schon gewesen, antwortete Bianca Winkelmann auf Leander Brands erste Frage. Aber selbst politisch aktiv geworden sei sie erst als Mutter und durch ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten. "In meinem Heimatdorf Preußisch Ströhen wollten wir uns für eine weitere Kindergarten-Gruppe einsetzen. Hier habe ich zum ersten Mal erlebt, dass wir uns noch so sehr ehrenamtlich engagieren können, die wirklich wichtigen Entscheidungen werden in der Politik getroffen." So wurde sie Mitglied der CDU, später dann Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende und seit 2017 sitzt sie nun im Landtag von NRW.

"Gibt es politische Vorbilder?", wollte ein Mitglied der Schüler Union wissen. Winkelmann musste überlegen: „Das kann ich nicht an einer Person festmachen“, sagte sie und schob die Ergänzung einen Augenblick später hinterher: "Ein Stück weit ist es aber zum Beispiel Angela Merkel. Die Karriere, die sie als Frau aus dem Osten gemacht hat, und ihre politischen Erfolge beeindrucken mich schon sehr."

Weiteres Thema war auch die Diskussion um die Kastration männlicher Ferkel, die voraussichtlich in ihrer bisherigen Form erst einmal auch über den Jahreswechsel hinaus erlaubt sein wird. Dies begrüßt auch Bianca Winkelmann. Grund zum Ausruhen gebe es jedoch nicht. "Die Bundespolitik muss daran arbeiten, eine für alle angemessene Lösung zu finden", sagte sie und riet zur Vorsicht. "Es darf nicht passieren, dass unsere Regeln irgendwann so hoch sind, dass die Ferkelproduktion in Deutschland zum Erliegen kommt und dann jedes Ferkel im LKW aus dem Ausland nach Deutschland gefahren werden muss."

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